Jahresprogramme des Bezirks Schwaben

Jede Menge Kultur: Ausstellungen, Konzerte, Fortbildungen, Workshops das ganze Jahr über – der Bezirk Schwaben hat kürzlich in einer Pressekonferenz seine Veranstaltungen und Veranstaltungsreiehen für 2017 vorgestellt. Da spare ich mir die Einzelheiten und verweise auf die jetzt online verfügbaren Jahresprogramme: Folgende Flyer sind downloadbar eingestellt:

Alles zu den Ausstellungen in den fünf Bezirksmuseen und was es sonst noch Spannendes in unseren Museen zu entdecken gibt: Ferienprogramme, Kurse, Handwerkertage und Themenführungen, da ist für jeden etwas dabei: Jahresprogramm Museen 2017

Alle Veranstaltungen der Kultureinrichtungen des Bezirks Schwaben: von klassischen Konzerten bis Kindertheater und Volksmusikabenden, Festen und Bällen, bis zum Trachtenmarkt und dem unverwechselbaren Weihnachtsmarkt in Oberschönenfeld in der Broschüre Kulturveranstaltungen 2017.

Aufgaben, Angebote und alle Neuigkeitender Trachtenkulturberatung: Viele Kursangebote mit Themen wie Korbflechten, Posamentenknöpfe, Handarbeiten, Hemden und Seegrasschuhe: Jahresprogramm der Trachtenkulturberatung 2017.

Die Beratungsstelle für Volksmusik kümmert sich in erster Linie um laienmäßiges, aber auch um professionelles Musizieren, Singen und Tanzen mit Schwerpunkt auf der Region Bayerisch-Schwaben. Fortbildungen, Lehrgänge, Veranstaltungen, vom großen Ball bis zum Kindersingen – alles rund um Musik und Tanz im Jahresprogramm der Volksmusikberatung (1. Halbjahr 2017).

Jahresprogramme und Kulturveranstaltungskalender kann man auch kostenlos bestellen unter Telefon 0821/3101-386 und per Mail.

Foto: Die Leiter der Kulturangebote des Bezirks Schwaben, in der Mitte Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert (Foto: Andreas Lode).

Stars sollen Lücken überstrahlen

Diana Damrau und Ballettgala: Das Theater reagiert auf die vielen Ausfälle Mit dem Martinipark wird’s fürs Stadttheater nichts mehr in dieser Spielzeit. Aber die bald heimatlosen Schauspieler, Tänzer, Techniker wollen arbeiten, sich zeigen – man kann ja nicht sang- und klanglos zumachen.  Also wurde umgedacht am Kennedyplatz – das Stadttheater bietet zum Ende der Intendanz von Juliane Votteler zwei Highlight an, die beim Publikum, das lässt sich problemlos voraussagen, großen Zuspruch finden werden. Eine große zeitgenössische Oper – das hatte sich Juliane Votteler zum Schluss noch gewünscht. Wie vieler ihrer Wünsche hat sich auch dieser in Luft aufgelöst: Hans Thomallas … Continue reading „Stars sollen Lücken überstrahlen“

Orientierungslos im Stimmengewirr

Gigantisch: Neue Musik mit den Philharmonikern Warum, bitte, hat Neue Musik so wenige Hörer? Warum war der wunderschöne Saal des MAN-Museums am Dienstagabend nur zu einem Drittel besetzt? Wovor habt ihr Angst? Ich fühle mich nicht dazu berufen, Neue Musik zu erklären. Wer das musiktheoretisch und gebildet durchblicken will, mag sich anderswo informieren. Ich bin Musik-Hörer, und, ja, Leute: Neue Musik zu hören ist für mich immer und immer wieder ein gigantisches Erlebnis, obwohl ich nicht durchgängig verstehe, was die auf der Bühne da tun. Muss man das? Nein! Muss man nicht! Zuhören genügt! Und mit dieser Einstellung hatte ich … Continue reading „Orientierungslos im Stimmengewirr“

Weihnachten – verspielt und undogmatisch

Progetto Seicento am 17.12. im Rokokosaal  Wer sich fragt, wie die britische Band „Coldplay“ zum Nürnberger Barock-Komponisten Johann Pachelbel (1653-1706) passt und was der Police- und Solo-Barde Sting mit Benedetto Marcello (auch Barock, 1686-1739) zu tun hat, der muss nicht länger grübeln. Und auch wer das Gefühl hat, dass ihm oder ihr Weihnachten schon jetzt allmählich auf die Nerven geht, darf aufatmen: Barock und Rock kann so gut zusammenpassen wie Sting und Marcello, und wenn Weihnachten auf Stilmix und gleichzeitig hohe Kunst trifft, dann darf „das Fest“ Spaß machen. Jedenfalls darf davon ausgehen, wer sich am Samstag, 17.12. „Progetto Seicento“ … Continue reading „Weihnachten – verspielt und undogmatisch“

Klavierdesigner gesucht

„Play me – I’m yours“ stellt in der Stadt zehn Klaviere auf Es ist noch eine Weile hin: Vom 7. bis 27. Mai 2017 kommt die Aktion „Play me, I’m Yours“ nach Augsburg (zuvor fand sie beispeilsweise schon in New York, Paris und München statt). Dafür werden zehn frei zugängliche Klaviere auf öffentlichen Plätzen aufgstellt – zum Musizieren für jedermann, mit den Passanten als Publikum. Streetpiano soll zusätzlich mit einzigartigen Design überraschen – und für die Gestaltung sucht die Stadt ab sofort Künstler, Designer, Handwerker, Schüler, Studenten und Kreative. Mitmachen kann jeder, der in Augsburg und Umgebung wohnt, arbeitet, studiert … Continue reading „Klavierdesigner gesucht“

Konstantin Wecker bei der Langen Brechtnacht

Vorverkauf online ab 6. Dezember Die Lange Brechtnacht am 4. März 2017 im Rahmen des Brechtfestivals beginnt mit einem außergewöhnlichen Konzert: Im Scheibenglasbehälter präsentiert Liedermacher Konstantin Wecker mit seinem Trio ein eigens für diesen Anlass erstelltes Programm, das sich auch mit Texten von Brecht beschäftigt und diese in Bezug zu eigenen Arbeiten setzt. „Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen“, so der bekennende Brecht-Fan Wecker, der sich seit über 40 Jahren für eine Welt ohne Waffen und Grenzen einsetzt. An seiner Seite sind  zwei kongeniale Mitstreiter zu erleben: Am Klavier … Continue reading „Konstantin Wecker bei der Langen Brechtnacht“

Mehr als Musik

Steve Reichs Schlüsselwerk „Music for 18 Musicians“ wurde im tim zum multimedialen Kunstwerk Neue Musik war am vergangenen Samstag groß angesagt:  Gleichzeitig mit dem vormittäglichen Messiaen-Kammerkonzert gab es im Textilmuseum die erste Aufführung von Steve Reichs „Music for 18 Musicians.“ Dieses Konzert wurde glücklicherweise am Abend wiederholt – und zwar nicht nur einfach nochmal gespielt, sondern beim zweiten Mal mit Tanz und Visuals angereichert. Ich war zunächst skeptisch, dann aber begeistert – weil die Qualität des Dargebotenen dreifachberauschend war.   18  Musiker seien knapp bemessen, erfuhr man bei der Einführung durch Wolfram Winkel – in dieser Besetzung müssten Musiker zwischen … Continue reading „Mehr als Musik“

Himmlisch, nicht schräg

Kammerkonzert mit Olivier Messiaen Harmonischer Blütenstaub? Bebende Tropfen im Regenbogen? Und daran vorüberziehende Vögel? Der Pianist Piotr Kaczmarczyk hatte schon ein bisschen recht, als er in der Einführung zu Olivier Messiaens „Quartett für das Ende der Zeit“ erst mal den Skeptiker mimte: „Schräge Musik, irgendwie seltsam.“ Was dann beim 1. Kammerkonzert der Augsburger Philharmoniker gespielt wurde, war eher himmlisch. Die kammermusikalische Sonntags-Matinee mit Neuer Musik mag Traditionalisten abgeschreckt haben – gut besucht war das MAN-Museum trotzdem. Und Kaczmarczyks „Warnung“ war ja auch nicht ernst gemeint. Dank  der vom Komponisten mitgelieferten Interpretationshilfen ist der „Quatuor pour la fin du temps“ von … Continue reading „Himmlisch, nicht schräg“

Am Schluss sogar noch Wackelpudding

„Musique in Aspik“ musizierten im Café Tür an Tür Volksmusik? Mit mir? Wenn sie gut gemacht ist: dann schon! Der Wackelpudding war, da zu spät angerührt, noch nicht fest geworden, aber die Zeit, bis er dann doch noch serviert werden konnte, überbrückte das „Volksweltmusiklyrikduo“ Musique in Aspik am Samstagabend im „Café Tür an Tür“ mit einem bestens zubereiteten musikalischen Menü. Vor allem die mannigfaltigen Zutaten dieses Schmankerlabends muss man loben: Denn Petra Küfner und Markus Wangler kann man, was ihr Instumentarium anbelangt, nicht so einfach ein „Duo“ nennen. Küfner setzt neben ihrer Stimme auch Blockflöten verschiedenen Kalibers ein, die Ukulele, … Continue reading „Am Schluss sogar noch Wackelpudding“

Tief berührend: „Weiße Rose“ in der Brechtbühne

 Udo Zimmermanns Oper in einer starken Inszenierung Von Frank Heindl  Sie waren noch sehr jung, als sie sterben mussten. Sophie und Hans Scholl, sie 21, er 24 Jahre alt, Ikonen des Widerstands gegen Hitler, das „Dritte Reich“, den Krieg der Deutschen gegen den Rest der Welt, mussten für ein paar tausend Flugblätter gegen die Nazis mit dem Leben zahlen – vier Tage nach ihrer Verhaftung und der „Verhandlung“ vor Roland Freislers „Volksgerichtshof“ starben sie unter der Guillotine. Nicht ihr Leben, sondern ihre letzte Stunde vor der Hinrichtung nimmt sich Udo Zimmermanns Oper „Weiße Rose“ als Handlungszeit. Ich habe die Premiere … Continue reading „Tief berührend: „Weiße Rose“ in der Brechtbühne“

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